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Fraport Cargo Services: WFS erwirbt Mehrheit mit Mayer Brown

Die Frachtabfertigungsgesellschaft Fraport Cargo Services bekommt einen neuen Mehrheitseigner: Luftfahrtdienstleister Worldwide Flight Services (WFS) sicherte sich 51 Prozent der Anteile an der Frankfurter Firma. Die restlichen 49 Prozent verbleiben bei der bisherigen Muttergesellschaft Fraport.

Fraport, die Betreibergesellschaft des Flughafens Frankfurt am Main, hatte schon länger nach einem strategischen Partner für das Frachtgeschäft gesucht. Ihre größten Aktionäre sind das Land Hessen, gefolgt von den Stadtwerken Frankfurt. Ihre Tochtergesellschaft Fraport Cargo Services (FCS) erzielte mit rund 700 Mitarbeitern im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro.

Die neue Miteigentümerin WFS ist in mehr als 20 Ländern vertreten und erwirtschaftete zuletzt mit rund 12.000 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 700 Millionen Euro. WSF selbst wurde im Frühjahr dieses Jahres von ihrer bisherigen Eigenerin LBO France an die Investorin Platinum Equity verkauft.

Berater WFS
Mayer Brown (Frankfurt): Dr. Marco Wilhelm (Corporate / M&A), Dr. Nicolas Rößler (Arbeitsrecht; beide Federführung); Dr. Jens Schmidt (Kartellrecht), Prof. Dr. Christoph Broich (Corporate)

Berater Fraport 
Metis (Frankfurt): Dr. Lars Friske (Federführung), Dr. Heinrich von Bünau; Associates: Dr. Anke Behrensmeyer, Christian Cappel (alle Corporate/M&A)
Reysen (Brüssel): Dr. Marc Reysen (Kartellrecht) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Frankfurt): Martin Glock – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Mayer Brown-Partner Rößler hatte als Arbeitsrechtler schon seit Längerem Kontakt zur Käuferin WFS. In der aktuellen Transaktion war sein Corporate-Kollege Wilhelm mit in der Federführung. Jener unterstützte etwa zusammen mit dem Düsseldorfer Partner Carsten Flaßhoff 2014 Shanghai Fosun Pharmaceutical Group bei der Beteiligung an der Düsseldorfer Miacom Diagnostics.

Fraport setzte erstmalig auf den Freshfields-Spin-off Metis, der sich seit seiner Gründung 2010 mit weiteren Partnern aus anderen Sozietäten verstärkt hat. Inzwischen umfasst die Einheit sechs Partner und sechs Associates. Ihre Schwerpunkte liegen weiterhin in den Bereichen Corporate, M&A, Prozess- und Arbeitsrecht. Das hier tätige Partnerteam konnte die Mandantin im Pitch überzeugen. Für die kartellrechtliche Freigabe wurde mit Marc Reysen ebenfalls ein Freshfields-Alumni hinzugezogen. Er gründete mit Evelyn Niitväli erst im letzten Jahr eine Kartellrechtsboutique mit Standorten in Frankfurt und Brüssel.

Arbeitsrechtliche Fragen in der Transaktion wurden auf Seiten der Fraport überwiegend inhouse geklärt. Die dortige Rechtsabteilung leitet seit Juli 2013 Martin Glock.

Die Übernahme von WSF durch Platinum Equity hatte im Frühjahr ein französisches Team von Baker & McKenzie begleitet. Mayer Brown hingegen war damals aufseiten der Verkäuferin LBO France tätig.

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